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Cuttermesser – Ratgeber 2019

Unterschiede und Merkmale

Es gibt über 800 verschiedene Cuttermesser, Sicherheitsmesser, Teppichmesser bzw. Cutter. Wir zeigen, wie unterscheiden sie sich, auf welche Merkmale Sie beim Kauf eines Profi-Cuttermessers achten sollten und welche aus unserer Sicht klaren Kaufempfehlungen sind.

Definition und Abgrenzung

Das wichtigste in Kürze

Es gibt keine allgemeingültige Definition für Cuttermesser. Dieser Artikel beschreibt die Cuttermesser mit auswechselbarer, meist 18mm Abbrechklinge. Diese Universalmesser eignen sich für eine Vielzahl von Anwendungen rund um die Bereiche gewerbliche Anwendungen, Handwerker, Basteln und Heimwerken.

Schon seit Jahren liegen die Themen Heimwerken, Werkzeuge und Do-it-yourself voll im Trend. Laut dem Marktforschungsinstitut IfD Allensbach interessierten sich 2017 etwa zwei Drittel der Deutschen für diese kreativen Arten der Freizeitgestaltung.

Welche Messer werden noch als Cuttermesser bezeichnet?

Arbeitsmesser mit Trapezklinge, Sicherheitsmesser, Kartonmesser, Folienmesser, Bastelmesser oder Entgrater werden je in einem separaten Artikel ausführlich beschrieben.

Besonderheit des Cuttermessers

Das 18mm Cuttermesser, 18mm da die Klinge 18mm hoch ist, ist das mit Abstand am weitesten verbreitete Arbeitsmesser weltweit. Ursprünglich von der Firma Stanley erfunden, hat heute nahezu jeder Hersteller von Universalmessern mindestens eine eigene Version davon im Sortiment. Die Hauptmerkmale dabei sind:

1 – Abbrechklinge

Eine Abbrechklinge mit mehreren Segmenten und Sollbruchstellen. Wenn das vorderste Segment stumpf ist, wird es abgebrochen und das nächste, noch scharfe weiter benutzt

2 – Metallschiene

Meistens eine im Griff eingebaute Metallschiene in der die Klinge geführt wird und die dem Cuttermesser die nötige Robustheit verleiht.

3 – Schieber | Rad

Ein Schieber (auto Lock) oder Dreh Rad (Dial Lock) mit dem die Klinge ausgefahren und arretiert wird.

4 – Griff | Halter

Ein möglichst ergonomischer Griff, meist auch Kunststoff.

Anwendungen – mit Cuttermessern

Cuttermesser mit Abbrechklinge sind aufgrund Ihrer langen Klinge äußerst flexibel und beliebt. Sie werden sowohl von Handwerkern wie z.B. Elektrikern, Malern, Installateuren, Fensterbauern und im DIY Bereich eingesetzt, wie auch von Heimwerkern und immer noch von vielen Betrieben des produzierenden oder verarbeitenden Gewerbes. Es können Tapeten, Papier, Kabelummantelungen, Folien, Bänder, Stoffe, Kunststoff, Teppich und vieles mehr geschnitten werden. Aufgrund der bis zu 8 cm Klingenlänge, lässt sich mit Profi Cuttermessern auch Schaumstoff schneiden.
Der größte Nachteil ist die Unsicherheit der Cuttermesser, da sie Schneide oft länger ausgefahren wird als notwendig und die Cuttermesser Klinge aufgrund der Sollbruchstellen schneller bricht. Dies führt oft zu schwerwiegenden Verletzungen. Schnittverletzungen sind eine der häufigsten Unfallursachen am Arbeitsplatz und hierfür sind meist Cuttermesser mit Abbrechklingen oder feststehenden Klingen die Ursache.

Handwerker – Fensterbau

Verpackungen – Karton öffnen

Handwerker – Dachdecker

Heimwerker – Schaumstoff | Basteln

Qualität – eines Cuttermessers

Bei Cuttermessern mit Abbrechklingen sind die Klingenqualität, die Griffqualität und die Art des Klingenschiebers die drei wichtigsten Unterscheidungsmerkmale. Je hochwertiger das Cuttermesser ist, desto länger hält es und desto angenehmer lässt es sich bedienen.

Klingenqualität

Griffqualität

Schieber

Klingen-Qualität

Cuttermesser mit Abbrechklingen werden, in erster Linie, nach Ihrer Höhe unterschieden. Die 18mm Klinge, also mit 18mm Höhe ist dabei die mit Abstand am häufigsten genutzte Klinge. Relativ bekannte Varianten sind noch die 9mm und die 25mm Höhen (siehe Abbildungen unten). Absolute Sonderrollen nehmen die 22mm und die 12,5mm Höhen ein. Neben der Höhe unterscheiden sich die Klingen noch in der Dicke, dem Material, der Schärfe, der Beschichtung, der Anzahl an Abbrechsegmenten und in Sonderformen. Mehr Informationen zu sonstigen Cuttermesser Klingen wie z.B. wie z.B. Trapezklingen finden Sie in unserer Cuttermesser Klingen Übersicht. Hier gehen wir auf die Cuttermesser Abbrechklingen genauer ein.

Die oben angezeigten Maße sind die Standardmaße der langen Abbrechklingen. Bei NT gibt es die 9mm Version auch in 0,25mm Dicke. Die 18mm Version gibt es bei Stanley und NT auch in 0,6mm Dicke. Dazu gibt es bei Tajima noch die Sonderhöhe von 22mm (Dicke 0,65mm) und bei OLFA + NT die Höhe 12,5mm (Dicke 0,25 bzw. 0,45mm).

Qualität einer Cuttermesser Klinge

Die Qualität der Klinge, also wie lange sie scharf genug bleibt – Standzeit – ist das Wichtigste bei einer Cuttermesser Abbrechklinge, schließlich möchten Sie ja mit dem Werkzeug schneiden. Leider gibt es von keinem einzigen Hersteller Angaben wie gut deren jeweilige Cuttermesser Klinge ist. Auch uns ist bewusst, dass die Standzeit von vielen Faktoren beeinflusst wird. Wenn Sie z.B. mit der langen Klinge Aluminiumbahnen schneiden, hält die gleiche Klinge um ein vielfaches kürzer als wenn Sie Klebeband schneiden. Aber auch der Schliff, das Klingenmaterial, der Schnittwinkel, die Geschwindigkeit, die Kraft oder die Beschichtung haben einen Einfluss auf die Standzeit. Auf alle einzelnen Faktoren gehen wir in unserer Cuttermesser Klingen Übersicht genau ein. Hier nur eine schematische Kurzversion.

Schärfe einer Cuttermesser Klinge

Bei der Schärfe ist es sehr wichtig zwischen Anfangsschärfe und Standzeit zu unterscheiden. Die Anfangsschärfe lässt sich messen, wie dünn ist die Schneidkante geschliffen. Allerdings baut die Anfangsschärfe meist mit den ersten 3 Schnitten erheblich ab. Für Sie als Anwender ist aber viel wichtiger, wie lange die Klinge scharf genug ist, um Ihre konkrete Schneidanwendung zu schneiden. Das ist die Standzeit der langen Klinge. Sobald die nicht mehr Schneiden, sondern eher reißen oder der Schnitt nicht mehr Ihren Ansprüchen an einen sauberen Schnitt – Schnitthaltigkeit – entspricht, ist die Klinge stumpf.

Da wir bei unseren Kundenbesuchen nahezu von jedem Kunden die Frage gestellt bekommen, wie lange die Klingen denn halten, haben wir einen Vergleichstest entwickelt. Die verschiedenen Einflussfaktoren auf die Standzeit bleiben zwar erhalten, aber zumindest gibt es Ihnen für zwei typische Materialen und Herausforderungen einen Vergleich.

Beschichtung von Cuttermesser Abbrechklingen

Entweder um die Reibung zu reduzieren oder vor allem um die Standzeit zu erhöhen, bieten viele Hersteller wie Lutz,  Mozart, OLFA, Tajima  oder z.B. Stanley die Beschichtung von Klingen an. Dabei wird eine sehr dünne Materialschicht, meist Titanium Nitride (TiN) aufgedampft. Hierdurch kann die Standzeit vor allem bei weichen Schneidmaterialien wir Folien, Gemüse, Klebebänder etc. teilweise verdoppelt werden. Eine sehr bekannt Beschichtung sind auch die schwarzen Cuttermesser Klingen. Diese Beschichtung dient jedoch nicht der Verbesserung der Standzeit, sondern der Unterscheidung für das Marketing. Die schwarzen Klingen sind etwas schärfer angeschliffen, haben also meistens eine etwas höhere Anfangsschärfe. Bei unseren praxisnahen Schneidtests können wir allerdings regelmäßig keine längere Standzeit der schwarzen Klingen feststellen. Weitere Beschichtungen sind z.B. Keramik, Teflon, Titan- oder Wolframcarbide (TiC) und Titanium-Aluminium-Nitrit (TiAlN). Wenn Sie viel Folie schneiden müssen, dann empfehlen wir Ihnen die TiN Beschichtung. Für die meisten Standardanwendungen mit einem Abbrechcuttermesser benötigen Sie all diese Beschichtungen aber nicht. Wir empfehlen stattdessen zu einer Klinge aus hochwertigem Material mit guter Verarbeitung wie z.B. OLFA, NT oder Tajima zu greifen.

Schneide mit Grat und ersten Beschädigungen.

Carbide Beschichtung mit 2 Ausbrüchen

Gerader Schliff von oben.

Klinge mit massiven Ausbrüchen nach CURT-Schneidtest.

Material

“Es ist nicht alles Gold was glänzt”, dass trifft ganz besonders auf die Klingenmaterial und die Verarbeitung zu. Von außen ist der Unterschied mit dem bloßen Auge nicht zu erkennen und doch gibt es gravierende Unterschiede in der Materialzusammensetzung und der Verarbeitung des Klingenstahls. Bei der Verarbeitung, im Wesentlichen der Wärmebehandlung, werden das Materialgefüge und die Härte (in Europa meist in Rockwell – HRC -gemessen) beeinflusst. Das kann dramatische Auswirklungen auf die Standzeit, die Anfangsschärfe und die Schnitthaltigkeit haben. Hochwertige lange Klingen müssen drei wesentliche Eigenschaften erfüllen:

  • hohe Härte (61-65 HRC)
  • Hohe Konzentration von gleichmäßig verteilten feinen Hartstoffen (Karabide)
  • gute Zähigkeit (steif aber nicht spröde)

Alle Klingen mit einem Kohlenstoffanteil von deutlich weniger als 0,95 % sind für gewerbliche Anwendungen nicht zweckmäßig, da sie sehr schnell stumpf werden und so zu höheren Kosten beim Klingenwechsel und zu erhöhter Verletzungsgefahr führen. Klar zu bevorzugen sind C100 (0,95 %) oder besser noch C125 (1,25 % Kohlenstoff) Cuttermesser Klingen. Leider veröffentlicht keiner der Hersteller diese Werte auf den Verkaufsverpackungen. Sie können Sie meist nur beim Fachhandel erfragen. Auf Bimetall, Keramik und Rostfrei (INOX) gehen wir im Artikel Cuttermesser Klingen näher ein.

Griff-Qualität eines Cuttermessers

Die meisten Cuttermesser haben einen Kunststoffgriff und darin befestigt eine Metallschiene. In dieser Schiene wird die Klinge bewegt. Billigst Cuttermesser haben gar keine Metallschiene, sondern nur ein Kunststoffgehäuse. Einige Hersteller von Cuttermesser setzen zusätzlich auf einen Metallgriff um die Metallschiene herum. Aus unserer Sicht ist das reines Marketing, denn Profi Cuttermesser mit vernünftigem Kunststoff und guter Metallschiene sind selbst bei rauem Umgang nahezu unzerstörbar. Wozu eine Metallschiene? Erstens damit das ganze Cuttermesser stabiler ist, z.B. gegen herunterfallen oder Verwindung. Aber auch damit Sie sorgenlos kärftige Schnitte machen können, ohne dass der Griff bricht. Zweitens, damit im vorderen Bereich, wo die Klinge austritt, sich das Gehäuse nicht bei jedem Schnitt etwas mehr abreibt. Bei reinen Kunststoffcuttern ist das Gehäuse irgendwann soweit abgerieben, dass  selbst bei komplett eingezogener Klinge noch eine Spitze herausschaut. Bei den Metallschienen gibt es aber leider auch noch große qualitative Unterschiede. Erstens in der Verankerung im Gehäuse und zweitens in der Dicke bzw. des Materials. Die Schiene wird meistens mittels kleiner Metalldorne oder seltener mit einer Schraube. als Sperre im Kunststoffgriff verrastet. Wir haben verschiedene Cutter getestet, wieviel Kraft notwendig ist, um die Schiene aus dem Gehäuse zu ziehen. Während Profi Cuttermesser sich da keine Blöße geben und über 20 N aushalten, rutschte die Schiene bei einem NoName Cutter schon bei unter 10 N aus dem Gehäuse. Das kann bei Kraftschnitten schnell gefährlich werden, wenn die Schiene samt Klinge auf einmal nach vorne rausfällt. In unserem Cuttermesser Test gehen wir ausführlich darauf ein.
Als Material kommt entweder Weißblech oder Edelstahl zum Einsatz. Das Weißblech ist meist mit 0,1-0,2 m sehr dünn und lässt sich sehr leicht verbiegen. Wenn Sie die vordere Kante der Schiene mal als Hebel oder Schaber einsetzen, verbiegt Weißblech sofort und klemmt die Klinge ein. Achten Sie daher auf eine stabile Schiene. Einfach die Schiene vorne gegen einen harten Gegenstand drücken, sie darf sich dabei nicht verbiegen. Profi Cuttermesser haben Schienen aus Edelstahl und mind. 0,4mm Dicke. Die Schienen von Tajima sind mit 0,7mm und hochwertigem Edelstahl z.B. so stabil, dass sie sogar als Hilfsschraubendreher zertifiziert sind.
Wichtigste Punkte bei der Ergonomie sind ein einfacher Klingenwechsel, ein sicherer Halt, keine störenden Kanten oder Knöpfe, ein leichtes Gewicht – ideal sind ca. 60-90g-, eine schmale Bauform und ein leichtgängiger Schieber.
Unsere Empfehlung: Neben der Qualität der Klinge, entscheidet vor allem bei der Ergonomie im dauerhaften Einsatz darüber ob Sie das Cuttermesser gerne oder nicht gerne benutzen. Schon 1-2 € machen hier beim Einkauf sehr viel aus.

Qualität des Schiebers

Neben der Qualität der Klinge und des Griffs, ist aus unserer Sicht der Schieber das dritte Element zur Bewertung der Cuttermesser Qualität. Zuerst sollten Sie sich entscheiden, ob Drehrad (Dial Lock) oder Schiber (Auto Lock) für Sie besser geeignet ist. In Europa ist, im Gegensatz zu Asien, der Auto Lock Mechanismus viel beliebter. Der Schieber wird durch einfaches Drücken nach vorne oder hinten geschoben und rastet in bis zu 16 Positionen automatisch ein. Bei guten Cuttermessern ist die Arretierung der Stufe auch so gut, dass sie sich bei Druck oder Zug der Klinge nicht von alleine verstellt. Das Dial Lock Drehrad ist dann von Vorteil, wenn Sie eine exakte Schnitttiefe benötigen und die Klinge dabei kein Spiel nach vorne oder hinten haben darf.
Des Weiteren sollte der Schieber leichtgängig sein und einen guten Grip haben.

Checkliste für die Qualität eines hochwertigen Cuttermessers:

Robustheit

  • Metall oder Kunststoffgehäuse => Metall bietet in der Praxis keinen Mehrwert, ist aber schwerer und meist teurer
  • Metallschiene vorhanden => ein Muss für professionelle Anwendungen
  • Metallschiene verbiegt beim Drücken gegen einen harten Gegenstand nicht
  • Klinge ausbauen und Blick ins Gehäuse, wo die Schiene mit dem Kunststoffteil verrastet. Sieht das robust und zuverlässig aus?

Auto Lock vs Dial Lock

  • Schieber oder Drehrad als Klingenverstellung? =>für die meisten Anwendungen ist ein Schieber praktischer
  • Leichtgängigkeit des Schiebers
  • Rastet der Schieber in beide Richtungen fest?
  • Wie viel Spiel hat der Schieber

Ergonomie

  • Wie einfach lässt sich die Klinge wechseln
  • Handlichkeit – keine störenden Teile
  • Gewicht

Klinge

  • Qualität der Klinge => da diese nur im Gebrauch getestet werden kann, müssen Sie dies entweder ausprobieren oder sie setzen auf Markenklingen z.B. von Olfa, Tajima oder NT.

Extras

  • Welche Extras benötigen Sie noch (siehe Übersicht Extras)

Extras – “Sonderausstattung” eines Cuttermessers

SoftGrip – AntiRutsch

Die meisten “modernen” Cuttermesser haben Elemente mit 2k SoftGrip. Also weicherem 2 Komponenten Kunststoff, der mehr Grip und ein angenehmeres feeling verspricht. Aus unserer Sicht nett aber kein Muss. Es gibt exellente Cuttermesser ohne SoftGrip, wie z.B. das OLFA L1 oder das NT L500.

Öse

Nahezu alle Cuttermesser haben hinten eine Öse zur Befestigung. Das Cutter Messer lässt sich so z.B. an einem Lanyard (Schlüsselband) oder an einer Kette befestigen.

Kappe

Viele Cuttermesser haben hinter dem Schieber eine Plastikkappe, quasi einen Verschluss nach hinten. Diese Kappe geht jedoch sehr oft schnell verloren, da sie nur bei den wenigsten Cuttermessern mittels einen Drehverschlusses oder eines guten Einrastverschlusses sicher am Griff befestigt ist. Die meisten Profi Cuttermesser verzichten auf eine Kappe.

Klingenmagazin

Ersatzklingen im Griff des Cuttermessers mit dabei haben? Das bieten viele Modelle an. Dabei sind meist 2-3 Cuttermesser Klingen auf einem Kunststoffschieber unterhalb der Metallschiene verstaut. Für den Heim- und Handwerker recht praktisch.

Transportsicherung

Am Schieber ist ein Mechanismus, mit welchem der Schieber gesichert werden kann, so dass er auch nicht aus Versehen bewegt wird.

Unsere Meinung: Cuttermesser gehören nicht in die Hosentasche, sondern liegen entweder am Arbeitsplatz, oder sie werden in eine Cuttermesser Tasche Holster/ Gürteltaschen gesteckt.

Drehrad – Dial Lock

Mit dem Drehrad kann die Klinge stufenlos verstellt und arretiert werden. Diese Technik hat vor allem in Asien seine Freunde. Achten Sie darauf, dass unter dem Rädchen eine Metallplatte statt Kunststoff als Arretierung arbeitet.

Schieber – Auto Lock

In Amerika und in Europa ist der Auto-Lock Mechanismus meist die erste Wahl. Der Schieber lässt sich dabei mit einem Finger leicht vor und zurück schieben. Er rastet automatisch in verschiedenen Positionen der Schiene ein, worüber sich die Schnitttiefe regulieren lässt. Bei Profi Cuttermessern arretiert er in beide Richtungen. Der Schieber sollte auch leichtgängig zu bestätigen sein, Ihr Daumen wird es Ihnen auf Dauer danken.

Finne

Eine Verlängerung der Metallschiene am hinteren Ende, die zum Hebeln, drehen, schaben etc. benutzt werden kann.

Unsere Meinung: Wer einmal damit gearbeitet hat, möchte kein Cuttermesser mehr ohne haben.

Hilfsschraubendreher

Bei Profi Cuttermessern ist eine sehr stabile Metallschiene verbaut. Einige Cuttermesser haben auf der Rückseite im vorderen Bereich ein Drehrad. Hiermit lässt sich die Klinge in einer bestimmten Länge fixieren. Unsere Meinung: Wenn Sie das benötigen, greifen Sie lieber zu einem Dial-Lock Cutter. Z.B. ist der OLFA L1 großartig.

Feststellrad – Klingenarretierung

Einige Cuttermesser haben auf der Rückseite im vorderen Bereich ein Drehrad. Hiermit lässt sich die Klinge in einer bestimmten Länge fixieren. Unsere Meinung: Wenn Sie das benötigen, greifen Sie lieber zu einem Dial-Lock Cutter. Z.B. ist der OLFA L1 großartig.

Autolader

In der Schiene sind bis zu 6 weitere Klingen so untergebracht, dass diese automatisch nachgeladen werden. Wenn Ihre Klinge stumpf ist, können Sie den Schieber einfach ganz nach vorne schieben und die Klinge vorne entnehmen. Anschließend den Schieber wieder ganz zurückziehen wodurch die nächste Klinge automatisch zugeführt wird. Unsere Meinung: Nichts so stabil wie hochwertige Profi Cuttermesser.

Metallschiene

Wir können es gar nicht oft genug erwähnen. Wenn Sie ein Profi 18mm Cuttermesser suchen, dann testen Sie die Metallschiene. Sie darf sich nicht verbiegen und nicht errutschen. Dann geht das Cuttermesser mit Ihnen auch durch dick und dünn.

Klingenwechsel bei einem Cuttermesser

Schon wenn Sie ein Cuttermesser kaufen, sollte auf einen einfachen Klingenwechsel geachtet werden. Im professionellen Bereich müssen Cuttermesser Klingen sehr häufig, teilweise mehrfach täglich getauscht werden. Daher sollte das Cuttermesser baulich darauf ausgelegt sein, dass Cutter Klingen einfach, sicher und schnell gewechselt werden können.
Dies ist auch ein Punkt, den wir beim Cuttermesser Test bewerten.

Cuttermesser Klingen kürzen

Abbrechklingen haben die Besonderheit, dass diese Cuttermesser Klingen Sollbruchstellen haben. D.h. man schneidet immer mit dem vorderen Ende der Abbrechklinge, bis diese stumpf ist. Bevor Sie nun die ganze Cuttermesser Klinge austauschen, brechen Sie das vorderste also das stumpfe Segment einfach ab. Dazu gibt es vier Methoden:

Mit einem Clip

Einige Cuttermesser haben am hinteren Ende eine Kappe oder einen Clip. Diesen kann man herausziehen oder herausschieben. In der Kappe ist häufig ein dünner Schlitz, mit welchem Sie die Abbrechklinge an der Sollbruchstelle abbrechen können. Dazu die Klinge so weit nach vorne ausfahren, dass die vorderste Sollbruchstelle möglichst genau über der Vorderkante der Metallschiene ist. Jetzt die Kappe mit dem Schlitz von vorne aufschieben und die Klinge vom eigenen Körper weg abbrechen. Dazu das Cuttermesser und die Kappe so drehen, dass die Kappe zu einem hin geknickt wird. Die Cuttermesser Klinge kann nämlich ziemlich weit wegfliegen und daher ist immer ein Verletzungsrisiko gegeben.

Mit einer Zange

Cuttermesser für die Industrie dürfen häufig keine abnehmbare Kappe am hinteren Ende haben, da sich diese unbeabsichtigt lösen könnte und dann in den Produktionsprozess fallen könnte. Um die Abbrechklingen bei diesen Griffen trotzdem abzubrechen, können Sie eine Kombizange oder Flachzange benutzen. Dazu die Schneide wieder mit der vordersten Sollbruchstelle bis zum Ende der Metallschiene des Cuttermessers ausfahren. Mit der Zange jetzt das vorderste Segment fest zupacken und abbrechen. Da die Zange das stumpfe Klingensegment festhält, ist hier die Verletzungsgefahr nur sehr gering.

Mit einer Klingenbox

Die sicherste Variante ist die Benutzung einer Klingenbox. Diese wir von einigen Herstellern als günstiges Zubehör angeboten. Diese Sammelboxen haben oben oder auf der Seite einen dünnen Schlitz, in welchen das stumpfe Klingensegment gesteckt wird. Dann die Klingenbox mit einer Hand und das Cutter Messer mit der anderen Hand gut festhalten. Mit einer Knickbewegung des Cuttermessers einfach die Klinge abbrechen. Das abgebrochene Segment kann hier nicht wegfliegen, weshalb diese Methode besonders sicher ist. Außerdem werden alle alten und stumpfen Klingenteile in der Klingenbox sicher aufbewahrt. So kann sich auch daran keiner mehr verletzen.

Klinge an einem harten Gegenstand abbrechen

Sehr beliebt ist vor allem bei Handwerkern das Abbrechen der Klinge an einem festen Gegenstand. Dazu die Messerklinge wieder mit der Sollbruchstelle über die Kante der Metallschiene ausfahren. Dann die Abbrechklinge gegen einen harten Gegenstand, z.B. eine Wand drücken und mit einer leichten Hebelbewegung des Griffs das vorderste Segment abbrechen. Wenn Sie diese unsichere Methode verwenden, dann immer die Hand, am besten geschützt durch einen Handschuh, über die Klinge legen. Sonst kann es zu bösen Verletzungen durch die herumfliegende Klinge kommen.

Empfehlung: Wenn bei Ihnen das Cuttermesser täglich im Einsatz ist und häufig die Klinge abgebrochen werden muss, dann sollten Sie eine Cuttermesser Tasche mit einer Klingenbox kaufen. So kann die Cuttermesser Klinge immer schnell und sicher abgebrochen werden. Außerdem müssen Sie sich keine Gedanken über herumliegende Klingensegmente machen, an denen Sie sich selbst oder Ihre Kolleg(in)en noch verletzen können.

Die ganze Klinge beim Cuttermesser tauschen

Wenn Sie alle Segmente der Abbrechklingen aufgebraucht haben, dann müssen Sie die komplette Cuttermesser Klinge, bzw. das was von Ihr übrig geblieben ist austauschen. Das geht bei fast allen Cuttermessern gleich. Dazu wird der Schieber mit der Klinge nach hinten aus dem Gehäuse geschoben. Wenn eine Schutzkappe am hinteren Ende auf dem Griff ist, dann muss diese erst noch abgenommen werden. Jetzt am besten mit der rechten Hand vorsichtig den Schieber bzw. Schlitten umgreifen, dass der Daumen und Zeigefinger am vorderen Ende des Schiebers sind, wenn dieser aus dem Gehäuse kommt. So können Sie die Klinge festhalten, damit diese nicht aus Versehen herausfällt. Dann den Rest der Klinge vorsichtig vom Nocken des Schiebers nehmen. Dazu am besten die Klinge von der oberen stumpfen Seite, dem Klingenrücken anfassen, damit Sie sich nicht an der scharfen Schneide beim Klingenwechsel noch verletzt. Die stumpfen Klingen am besten in einer Klingenbox sicher entsorgen. Die neue Klinge mit der scharfen Schneide nach unten von links auf den Schieber aufsetzen. Beide zusammen dann vorsichtig wieder in den Griff einschieben, bis der Schieber einrastet, oder die Schutzkappe wieder auf das Griffende passt.

Einige Cuttermesser haben im Griff ein Klingenmagazin mit zusätzlichen Klingen. Diese sind in einem passiven Schieber unter der Metallschiene. Den können Sie herausziehen und und die neuen Cuttermesser Klingen verwenden. 

Am einfachsten ist aber ein Auto-Lader. Hier sind im Griff meist bis zu 5 neue Klingen untergebracht. Wenn Deine Klinge stumpf ist, schiebst Du den Schieber einfach nach ganz vorne, häufig über einen Widerstand hinweg. Dann kannst Du die stumpfe Klinge nach vorne raus ziehen. Anschließend ziehst Du den Schieber wieder nach ganz hinten zurück und die nächste Klinge aus dem internen Klingenmagazin wird automatisch nachgeladen. Wenn Du den Schieber jetzt wieder nach vorne schiebst, ist die neue Klinge schon einsatzbereit.

Sicherheit bei einem Cuttermesser

Die Sicherheit ist die große Schwäche eines Cuttermessers mit Abbrechklinge. Selbst wenn Sie ein Profi Cuttermesser auswählen, dass z.B. den Empfehlungen unserer Checkliste Cuttermesser Kauf genau folgt, haben Sie immer noch eine Abbrechklinge. Diese Muss qua Definition leichter abbrechen als eine Cuttermesser Klinge ohne Abbrechsegmente. D.h. ab einem bestimmten Seitendruck bricht jede Klinge ab, Abbrechklingen aber relativ schnell. Wie können Sie die Sicherheit beim Schneiden mit einem Cuttermesser erhöhen?

  1. indem Sie ein hochwertiges Cuttermesser auswählen (Griff, Schieber, Klinge)
  2. Indem Sie ein zweckmäßiges Cuttermesser für Ihre Anwendung benutzen. Also z.B. kein 9mm Cutter mit nur 0,38mm dünner Klinge zum Kleinschneiden von 3lagiger Wellpappe. Dann eher die 18mm oder sogar die 25mm Cuttermesser, die eine 0,5 bzw. 0,7mm dicke Abbrechklinge haben.
  3. Durch den Einsatz von Klingen ohne Abbrechsegmente. Das ist auf den ersten Blick ein Widerspruch, da der Hauptvorteil der Cuttermesser ja gerade die Abbrechklinge ist. Aber wenn für Sie nicht die Wirtschaftlichkeit der Klinge durch regelmäßiges Abbrechen stumpfer Segmente im Vordergrund steht, sondern der lange Klingenaustritt, dann ist eine Styroporklinge eine äußerst zweckmäßige Lösung um die Sicherheit zu erhöhen.
  4. Durch den Einsatz eines automatischen Klingenrückzugs. Hier ist der Übergang zum Sicherheitsmesser fließend. Aber es gibt auch einige wenige Sicherheits-Cuttermesser, also mit langer (>40mm) langen Klinge und automatischem bzw. teilweise automatischem Klingenrückzug. Z.B. der Tajima QuickBack oder das Martor Secunorm 380. Aber keine Frage, wenn der automatische KLingenrückzug für Sie eines der entscheidenen Merkamle beim Kauf sind, dann prüfen Sie bitte ob nicht ein Sicherheitsmesser mit Trapezklinge die besser Wahl ist.
  5. Indem Sie nach dem Ende des Schneidens die Klinge wieder zurück in den Griff ziehen. Wir erleben immer wieder vor Ort bei Kunden, dass die Anwender die Klinge lang ausgefahren lassen, wenn sie das Messer zwischen zwei Schnitten länger nicht benötigen.
  6. Schulen Sie Ihre Mitarbeiter im Thema Arbeitssicherheit und im Umgang mit Cuttermessern. Nutzen Sie die Bendienungsanleitungen oder Fragen Sie uns nach Vor Ort Schulungen.

Waffengesetzt

Ab und an fragen manche Kunden, evtl. mehr im Spaß, ob Cuttermeser eigentlich unter ein Waffengesetzt fallen. Nein, fallen Sie nicht. Aber Trotzdem kann es in Ihrem Unternehmen oder Betrieb verboten sein Cuttermesser mit Abbrechklinge zu benutzen. Das ist sogar in den meisten Unternehmen des verarbeitenden oder produzierenden Gewerbes der Fall. Das sind dann aber interne Vorgaben, evtl. auf Hinweis der Berufasgenossenschaften (BG) oder von Audits. Das Thema Arbeitssicherheit ist nahezu überall sehr präsenz und Schneidunfälle sind immer noch eine der häufigsten Ursachen für Arbeitsunfälle.

Cuttermesser Zubehör

Auch die vor- und nachgelagerten Anläufe müssen betrachtet werden. Wo ist das Cuttermesser vor und nach dem Schnitt? Liegt er offen auf einem Arbeitstisch, oder an in einer speziellen Halterung? Hat der Anwender das Messer an einer Befestigung, z.B. einem Lanyard oder ein Seil befestigt? Wird das Cuttermesser in einer Gürteltasche/ Holster oder doch noch in der Hosentasche getragen? Wie wird der Klingenwechsel erledigt? Viele unserer Kunden führen den Wechsel der Cuttermesser Klinge z.B. an einer zentralen Stelle durch, so dass der Verbleib der Klingen sichergestellt ist. Die stumpfen Klingen werden dann in speziellen Klingenboxesn bzw. Sammelboxen entsorgt, so dass sich niemand mehr an ihnen verletzen kann. Bei Verwendung von Schneidelinealen sollte auf die Qualität des Lineals geachtet werden. Eine scharfe Cuttermesser Klinge schneidet relativ leicht z.B. in Holz oder dünnen Kunststoff ein. Besser ist es wenn ein Schneidelineal eine speziell gehärtete Schneidkante und einen Fingerschutzbügel hat.

Universal Gürteltasche

Z001 Profi Schneidelineal 30-100 cm

Profi Schneidelineal

Z002G große Klingenbox Sammelbox für stumpfe Klingen

Lanyard – Befestigungsband

Hersteller von Cuttermessern

Als Fachhändler Sicherheitsmesser und Cuttermesser arbeiten wir mit nahezu allen Herstellern zusammen, bzw. testen und bewerten deren Cuttermesser.
Bei den Cuttermessern mit Abbrechklingen sind die bekanntesten Hersteller bzw. Marken:  OLFA, Tajima, NT-Cutter, Stanley, martor, Wedo, Wolfcraft, Fiscars und Würth.
Wobei Wolfcraft, WeDo, Fiscars und Würth keine Hersteller sind.

Wenn Sie sich nur auf die Marke bei der Auswahl eines Cuttermessers verlassen möchten, dann sollten Sie zu OLFA, Tajima, NT Cutters oder Stanley greifen. Aber Achtung, diese Hersteller haben natürlich auch unterschiedliche Qualitätslevel für unterschiedliche Zielgruppen.
An dieser Stelle gehen wir genauer auf die einzelnen Hersteller ein. Im Folgenden finden Sie eine Kurzfassung:

OLFA – Japan

OLFA ist einer der Erfinder von Cuttermessern mit Abbrechklingen und bietet hier mit das beste was Sie bekommen können. Das OLFA L1 Cuttermesser ist einer der Klassiker für 18 mm Abbrechklingen Cuttermesser. Unter den neusten Modell können wir das OLFA L5 besonders empfehlen.

Tajima – Japan

Tajima ist wie OLFA ein japanischer Hersteller von Cuttermessern. Tajima legt ausgesprochen großen Wert auf beste Qualität im Bereich Cuttermesser. Herausragende Produkte sind das DC560 Driver, AC500 und das Quick Back 2 in 1.

NT Cutter –Japan

Hochwertige Cuttermesser sind fest in japanischer Hand. Der Dritte im Bunde ist die Firma NT Cutter, ebenfalls wie OLFA aus Osaka. Neben vielen Präzisionsmessern für den Bastel- und Papierbereich, hat NT Cutter auch ein breites Angebot an Profi Cuttermessern, sowie auch an einfachen Cuttermessern. Die herausragenden Modelle sind das Evo 1, Evo2, L300, L500 und das wahrscheinlich bekannteste 9mm Cuttermesser weltweit, dass A300.

Stanley Back & Decker

Stanley ist der Erfinder des Cuttermessers ohne Abbrechklinge. Das US Unternehmen hat seinen Sitz in New Britain im US-Bundesstaat Connecticut. Stanely produziert nahezu alle Arten von Handwerkzeugen. Mit den Tochtermarken Black & Decker und DeWalt auch hochwertige Elektrogeräte für Hand- und Heimwerker. Im Bereich Cuttermesser bietet Stanley bis heute den Klassiker, das Interlock an. Profi Cuttermesser laufen unter der Reihe Fatmax.

martor

Martor – Solingen

martor ist in Europa der Marktführer für Sicherheitsmesser. Martor hat allerdings auch einige wenige Cuttermesser im Sortiment. Da der Fokus des Solinger Familienunternehmens allerdinsg eindeutig auf dem Bereich Sicherheitsmesser liegte, ist die Auswahl an Cuttermessern sehr klein.

Marken ohne eigene Produktion

Es gibt eine ganze Reihe an Handlesmarken für Sicherheitsmesser. Hierunter fallen z.B. Würth Sicherheitsmesser, Wedo Sicherheitsmesser, Fiskars Cuttermesser, Lux Sicherheitsmesser, Obi Cuttermesser, Wolfcraft Cuttermesser, Orion Sicherheitsmesser oder Hahne Sicherheitsmesser.

 

Und für den B2C Bereich ist amazon und Ebay natürlich eine große Verkaufsplattform für Cuttermesser.