Detektierbare Messer
Detektierbare Messer · 12 Modelle · 5 Marken

Detektierbare Sicherheitsmesser und Cuttermesser

Metalldetektierbare Messer für Lebensmittel-, Pharma- und Verpackungsbetriebe: Gehäuse aus MDP-Kunststoff oder Metall, mit verdeckter Klinge, automatischem Klingenrückzug oder manuell.

Detektierbare Messer nach Sicherheitsstufe

Ratgeber

Ratgeber detektierbare Messer

Was „detektierbar“ bedeutet, welches Material der Detektor findet und was HACCP damit zu tun hat.

Ein detektierbares Messer soll gefunden werden, wenn es selbst oder ein Bruchstück davon in ein Produkt gelangt. In diesem Ratgeber zeigen wir,

  • was MDP bedeutet und welche Gehäuse- und Klingenmaterialien der Detektor erkennt,
  • wie sich Metalldetektor und Röntgenscanner unterscheiden,
  • worauf Sie beim Kauf achten sollten und
  • was HACCP, Farbcodierung und Zertifikate damit zu tun haben – und was nicht.
Folienmesser martor Secumax 320 MDP aus detektierbarem Kunststoff im Einsatz
Secumax 320 MDP

Detektierbare Sicherheitsmesser und Cuttermesser

Detektierbare Messer werden dort eingesetzt, wo Fremdkörper im Produkt ein Risiko sind: in der Lebensmittelproduktion, in der Pharmazie und im Gesundheitswesen. Gelangt ein Messer oder ein abgebrochenes Teil in das Produkt, soll es der Metalldetektor oder der Röntgenscanner in der Produktionslinie finden.

Wie jedes Sicherheitsmesser schützt ein detektierbares Sicherheitsmesser außerdem vor Schnittverletzungen und Warenbeschädigungen, etwa durch automatischen Klingenrückzug oder eine verdeckt liegende Klinge. Eingesetzt wird es für alle üblichen Schneidarbeiten: Kartons, Schnüre, Folien, Bänder und Säcke. Die Sicherheitsstufen im Einzelnen erklärt die Seite Sicherheitsstufen 0 bis 3, das ganze Sortiment zeigt der Sicherheitsmesser-Hub.

MDP – Metall Detektierbare Produkte

MDP steht für metalldetektierbare Produkte. Gemeint ist ein Kunststoff mit Zusätzen, die der Metalldetektor erkennt. Damit lässt sich auch ein Gehäuse aus Kunststoff finden, nicht nur die Klinge.

Wie gut ein MDP-Kunststoff erkannt wird, unterscheidet sich stark. Die wichtigste Kenngröße ist, wie klein ein Bruchstück sein darf, damit der Detektor es noch meldet: größer als 1 cm, größer als 0,5 cm oder schon ab 0,2 cm. Fragen Sie danach, bevor Sie sich für ein Modell entscheiden, und prüfen Sie es mit Ihrem eigenen Detektor.

Materialien von Sicherheitsmessern

Ein gut justierter Röntgenscanner findet nahezu alle Materialien. In den meisten Betrieben, die wir beliefern, arbeiten jedoch Metalldetektoren – und die erkennen nicht jedes Material gleich gut.

Gehäuse

  • Aluminium und Zink: vom Metalldetektor gut erkannt. Dünne oder kleine Teile sind schwerer zu finden.
  • Edelstahl: je nach Legierung gut bis schlecht erkannt. Lässt sich sehr gut reinigen und rostet nahezu nicht.
  • MDP-Kunststoff: erkannt, aber meist schwächer als reines Metall. Entscheidend sind Anteil und Verteilung der Zusätze und die Empfindlichkeit des Detektors.

Klinge

  • Carbonstahl: meist deutlich besser detektierbar als Edelstahl, rostet aber leichter.
  • Edelstahl: rostfrei, deshalb im Lebensmittelbereich häufig. Detektierbarkeit je nach Legierung.
  • Keramik: nicht magnetisch und nicht leitend – nur mit dem Röntgenscanner auffindbar. Mehr dazu bei Slice.

Ob Carbon- oder Edelstahlklinge: Hier müssen Sie für Ihren Betrieb die Priorität festlegen. Bei unseren Kunden gibt es keine klare Tendenz.

Unterschied Metalldetektor vs. Röntgendetektor (X-Ray)

Metalldetektor

  • Erkennt Metall über die Störung im elektromagnetischen Feld
  • Findet Metalle und metalldetektierbare Kunststoffe, keine Keramik; bei vielen Edelstählen schwierig
  • Arbeitet meist nicht durch Metallverpackungen hindurch
  • Oft die wirtschaftlich günstigere Methode

Röntgenscanner (X-Ray)

  • Erkennt Fremdkörper am Dichteunterschied
  • Findet Metall, Glas, Keramik, verkalkte Knochen und einige Kunststoffe
  • Kaum beeinflusst von Temperaturschwankungen des Produkts
  • Prüft auch innerhalb von Metallverpackungen und erkennt zerbrochene Teile im Produkt

Metalldetektierbare Sicherheitsmesser – worauf achten

  • Gehäuse: Aluminium, Zink oder ein detektierbarer Kunststoff. Beim MDP-Kunststoff auf eine Qualität achten, bei der auch kleine Teile gefunden werden.
  • Oberfläche: Unlackierte Griffe ohne Pulverbeschichtung senken das Risiko, dass Partikel abplatzen.
  • Keine Weichkomponenten: Softgrip-Einlagen (2K) sind fast nie aus detektierbarem Material.
  • Klinge: Carbonstahl ist besser detektierbar, Edelstahl rostet nicht, Keramik findet nur der Röntgenscanner.
  • Sicherheitsstufe: Wählen Sie die Stufe nach der Gefährdungsbeurteilung am Arbeitsplatz, nicht nach der Detektierbarkeit.

Die Farbe Blau

Viele detektierbare Messer sind blau. Blau kommt in den meisten Lebensmitteln nicht natürlich vor, deshalb fällt ein blaues Bruchstück bei der Sichtkontrolle schneller auf.

Wichtig: Die Farbe hilft dem Auge, nicht dem Detektor. Ein blaues Messer ist nicht automatisch detektierbar – und ein detektierbares Messer muss nicht blau sein. Die Metallmesser in diesem Sortiment sind zum Beispiel nicht blau, werden vom Metalldetektor aber gut erkannt.

HACCP, Farbcodierung und Nachweise

HACCP steht für „Hazard Analysis and Critical Control Points“. Jeder Lebensmittelbetrieb muss nach der EU-Hygieneverordnung (EG) Nr. 852/2004 ein solches Konzept aufstellen: Gefahren analysieren, kritische Punkte festlegen und überwachen. HACCP ist damit ein Konzept des Betriebs – kein Siegel für ein Produkt. Ein Messer kann deshalb nicht „HACCP-zertifiziert“ sein. Ob an einem Arbeitsplatz detektierbare Messer nötig sind, legt Ihre eigene Gefahrenanalyse fest.

Farbcodierung ist ein anderes Thema. Viele Betriebe trennen ihre Bereiche über Farben – zum Beispiel Rot für rohes Fleisch, Gelb für Geflügel, Blau für Fisch, Grün für Obst und Gemüse –, damit Werkzeuge nicht von einem Bereich in den anderen wandern und keine Kreuzkontamination entsteht. Welche Farbe wofür steht, ist nicht gesetzlich festgelegt, sondern Sache des Betriebs. Mit der Detektierbarkeit eines Messers hat die Farbcodierung nichts zu tun.

Nachweise: Wir geben Ihnen die Angaben der Hersteller zur Materialzusammensetzung weiter. Eine eigene Zertifizierung „HACCP-konform“ können weder wir noch die Hersteller ausstellen. Fragen Sie uns nach den Unterlagen zu einem bestimmten Modell: 0211 – 97174619.

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