Testbeschreibung Standard-CURT-Klingentest

Der Klingentest besteht aus einem wiederholten Schneidtest in E-Wellpappe sowie einer standardisierten Schärfemessung mittels Nylonfaden. Die Klinge wird in einem fest definierten Druckschnittverfahren geprüft: Die Klinge ist in einem Cuttermesser-Griff eingespannt und wird ohne Sägeschnitt (keine Vor- und Rückbewegung) in einem konstanten Zug durch den Karton geführt. Dadurch schneidet die Klinge während des gesamten Tests ausschließlich mit demselben Schneidenbereich.
Pro Prüfschritt werden 100 Schnitte in 196 mm lange Zuschnitte aus 1-lagiger E-Wellpappe (2 mm Dicke) ausgeführt. Die Schnitte erfolgen senkrecht (90°) zur Wellenrichtung, um eine reproduzierbare Materialbelastung sicherzustellen. Anschließend folgen 10 Schnitte durch PP-Umreifungsband, das dabei quer zur Schneide von links nach rechts über die Schneide gezogen wird. Diese Bewegung simuliert seitliche Belastungen, wie sie bei realen Schnittsituationen oder Verkantungen auftreten können, und dient der Prüfung von Schneidenstabilität und Mikroausbruchsanfälligkeit.
Nach jedem 100-Schnitte-Block erfolgt eine Schärfemessung mit einem Nylon-Monofil von 0,35 mm Durchmesser. Der Faden ist in einem metallenen Y-Gestell eingespannt, dessen Fuß fest mit dem Kraftmesser verbunden ist. Die frei gespannte Fadenlänge beträgt 40 mm. Der Nylonfaden wird mit der Testklinge in einem langsamen, gleichmäßigen Zug von ca. 1 cm pro 8 Sekunden durchtrennt. Aus drei Einzelmessungen wird der Median als Schärfewert bestimmt.
Der Test wird beendet, sobald eines der folgenden Abbruchkriterien erreicht ist:
1. Median der Nylon-Schärfemessung > 16 N
2. Mindestens 4 Reißer in Folge im Kartonschnitt (deutlich unsaubere oder ausfransende Schnittkante)
Dieses Verfahren ermöglicht eine reproduzierbare Bewertung von Schärfe, Standzeit, Schnittqualität und Schneidenstabilität unter praxisnahen und gleichzeitig klar standardisierten Bedingungen.
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